Referenzen

Projektbezeichnung:

Integration der Softwarelösung PILOT [TPM] (Vormals: PMSCADA) der Fa. Felten-Group zur Betriebsdaten- erfassung (BDE) im Bereich der Pharma-Verpackung.

Branche:

Pharma

Kunde:

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim

Anforderung:

Einführung eines computerisierten Systems zur automatischen Erfassung von Betriebsdaten (BDE) der Produktions- und Verpackungsanlagen zur Generierung von KPI und Durchführung von Analysen zur Optimierung der Anlagen und Prozesse. Das System ist nicht validierungspflichtig.

Realisierung:

Das Software-Produkt PMSCADA der Felten-Group wird als BDE-System in die bestehende IT-Infrastruktur am Standort Ingelheim integriert.

Das System erfasst direkt und ständig Betriebszustände, Störungen, Zählwerte und Prozessdaten der zurzeit ca. 60 angebundenen Maschinen. Die Maschinen und Anlagen an den Produktionslinien / -stätten sind mit SPS (speicherprogrammierbaren Steuerungen) verschiedener Hersteller automatisiert. Die Datenschnittstelle ist OPC DA. OPC DA wurde als Standard-Schnittstelle definiert. Dazu waren Updates bzw. Änderungen auf allen SPS notwendig, die die jeweiligen Maschinen-Lieferanten anhand einer eigens erstellen Schnitt- stellenspezifikation umgesetzt haben.

Parallel zur Maschinendatenerfassung können über das Web-Interface an Touch-PCs weitere Informationen zum Linienstatus an das System abgesetzt werden sowie Aufträge gestartet und beendet werden, um Auswertungen der Daten nicht nur über frei wählbare Zeiträume sondern auch über gefahrene Aufträge (Identifikation über Auftragsnummern) durchführen zu können. Die Auftragsverwaltung ist über eine File- Schnittstelle mit SAP synchronisiert.

Info: Die ausgegrauten Flächen in den folgenden Bildern dienen zum Schutz des Firmengeheimnisses!

BDE Terminal Status

BDE Terminal Auftrag

Das BDE-System stellt den aktuellen Linienzustand (Auftragsdaten, Zählerstände soll / ist, Störungen) auf Großtextanzeigen (42“ LCD-Monitore mit integrierten PCs) an den Verpackungs-Linien dar. Daneben existieren zusammengefasste Gruppenanzeigen, die z.B. den Zustand aller Linien eines Gebäudes anzeigen können.

Linienzustand auf Großtextanzeige

Übersicht über mehrere Linien

Der Benutzer interagiert über ein Web-Interface mit dem System, so daß das System von jedem Arbeitsplatz-PC auf dem Campus zugänglich ist. Das BDE-System verfügt über eine eigene Benutzerverwaltung. Das Anlegen von Benutzern sowie die Authentifizierung mittels Passwort erfolgen über einen LDAP-Abgleich. Weiter gibt es eine Rechteverwaltung, um Benutzer zu Gruppen gleicher Befugnisse (also Funktionen, die sicht- oder bedienbar sind) zusammenzufassen.

WEB Frontend

WEB Frontend

Die Anwender des Systems können eine Vielzahl konfigurierbarer Reports über Produktionslinien oder einzelne Maschinen oder Anlagen abrufen. Dies kann manuell angestoßen werden oder zyklisch automatisiert geschehen. Hier ist es möglich die Auswertungen wie z.B. Stillstands- oder Störungs- analysen zu festen Zeitpunkten per E-Mail zu erhalten oder an einen Netzwerkdrucker zu senden. Damit ist es einem Benutzer z.B. möglich, sich morgens zu Dienstbeginn über den Anlagenzustand der letzten 12 Stunden zu informieren.

Am Standort Ingelheim wurde zusätzlich das Trendmodul [TM] integriert, das es ermöglicht, die erfassten Prozessdaten (Temperaturen, Drücke, Zählwerte…) in frei konfigurierbaren y(t)- Diagrammen darzustellen und diese Daten zu Auswertungen und Vergleichen zu verwenden.

Die Speicherung der Daten erfolgt in einer Datei- struktur (Ringspeicher) auf den Servern; Samplerate und Aufbewahrungsdauer sind für jeden Messwert konfigurierbar.

Verwendete Werkzeuge:

  • Verteiltes Computersystem auf virtualisierte VM-Ware Server unter Windows 2003 Server.
  • Webserver
  • Applikationsserver
  • Diverse OPC-Server
  • Hardware im Produktionsumfeld als Web-Clients

Vorteile:

  • Zustand einer Produktionslinie oder gesamter Bereiche auf einen Blick
  • Generierung von Kennzahlen für Aufträge
  • Auswertungen für Linienauslastung / Stillstände / Störungen / MTTR / MTBF…
  • Pharmazeutische Linienkennzeichnung
  • Optimierung der Produktionsanlagen => Effizienzsteigerung
  • Minimierung von Anlagenstillständen => Steigerung der Auslastung
  • Analyse von Produktionsprozessen und nachträglicher Vergleich mittels Trendmanagement
  • Alarmierung bei Grenzwertverletzungen
  • Hard- und Software zentralisiert im Rechenzentrum, keine Schnittstellen und Gateways
  • Erweiterbares Konzept (Modulares System mit standardisierten Schnittstellen)